03.06.2019
Nr. 154


"MONTAGSINFO"

Am Mittwoch ist Mitgliederversammlung,
ab 19 Uhr Buffet in der Schulküche

 Schulbussinfo

Am Freitag den 21.06.2019 haben wir Fahrten auf der A649 für die Rudolf Steinerschule angelegt. Die Busse auf der A646 für die Berta von Suttner fahren nicht. Alle Linien in Siegen fahren nach Ferienfahrplan, bitte die Schüler informieren.

 

Begeisterndes Festkonzert

Wer am Freitag das Festkonzert mit der Philharmonie Südwestfalen besuchte, wird wohl noch heute ganz fröhlich, beglückt und beseelt sein, diesen wunderbaren Abend miterlebt zu haben. Es war ein tolles Geschenk von allen Beteiligten auf der Bühne an die Schulgemeinschaft zum 100. Geburtstag der Waldorfpädagogik.  Die Freude an der Musik und am Musizieren in unserem Saal war den Orchester-Musikern, dem Gastdirigenten Markus L. Frank und der bezaubernden Solistin Asya Fateyeva am Altsaxophon schon den ganzen Tag über anzumerken. Und das setzte sich bei dem grandiosen Konzert am Abend unmittelbar fort. Welche Spielfreude, welches Tempo, welche Lust am gemeinsamen Musizieren! 
Vielen, vielen Dank allen Beteiligten!!

Und das nächste Konzert zum 100jährigen Festjahr steht an (siehe untern): "Ein symphonischer Blumenstrauß" - Ein Konzert des Collegium Musicum zu WALDORF 100 am 26.06.2019 um 20.00 Uhr

 

Mehr...

Protokoll F O R U M vom 15. Mai mit Schwerpunktthema "Digitalisierung"

Protokoll FORUM Rudolf-Steiner-Schule Siegen, 15.05.2019, 20:00 Uhr

Moderation des Forums:        Andreas Meineke (EV)
Protokoll:                                Sandra Sziburies (EV)

1 Berichte aus den Gremien

(Aktuelle Themen in Stichpunkten)

Steuergruppe (Herr Kastell)
Stand der Strukturveränderung, Vorstellung auf Mitgliederversammlung.
Personalmangel in AG Kommunikation.

Strukturgruppe (Ulf Krippendorf)
Info über Arbeit der Strukturgruppe.

Schulführung (Herr Kolmsee)
Eingang neuer Bewerbungen (Musik, 1. Klasse, Französisch, Mittelstufe).
Schlichtung wegen Vorstandsbesetzung mit Herrn Krauch vom BdFWS erfolgt am 16.5.19.
Strukturveränderung.
Neue 1. Klasse mit 35 Kindern besetzt.

Vorstand (Herr Kraft)
s. o. Schlichtung und Bewerbungen.
Strukturveränderung/Besuch anderer Waldorfschulen.

Verwaltung (Herr Manzius)
Jahresabschluss.
Neue Mitarbeiterin in der Bilanzbuchhaltung (Frau Kruber).
Datenschutz.
Frau Drey unterstützt Frau Ilberg bei der Personalsuche.
Besuch bei der Bezirksregierung erfolgreich, u. a. wegen Lösungsansatz GL
(Gemeinsames Lernen / Inklusion).

Elternvertretung (Frauke Preibisch)
Jessica Boßlet ist neue Sprecherin, Vertretung Nina Wilden.
Vorstandsbesetzung, Anhörung des Kollegiums.
Umfrage zur Nachhilfe in Fremdsprachen.
Sommerfest.
Sondertreffen für Überarbeitung GO (Geschäftsordnung) und Selbstverständnis.

2 Digitalisierung – Einleitung durch Herrn Manzius

Das Konzept des Bundes Deutscher Waldorfschulen diente als Vorlage zum Finanzierungsantrag „Gute Schule 2020“ im Jahr 2017 und wurde durch Herrn Kühn und Herrn Manzius überarbeitet und auf unsere Bedürfnisse angepasst (s. Anlage).

Wir bekommen 4 x 28.000 € Landesmittel + 136.000 € Bundesmittel für Digitalisierung, diese Mittel müssen pro Jahr verausgabt werden. Bisherige Verwendung: z.B. Anschaffung neuer Rechner / Notebooks, Bildschirme und Windows 10, Verkabelung mit LAN und Einrichtung von WLAN etc.

3 Digitalisierung – Erläuterung der Voraussetzungen und Auswirkungen durch Herrn Kühn

Digitalisierung hat viele Facetten und durchdringt unser ganzes Leben, unsere Kinder wachsen heute in einer anderen Welt auf, die Lebensbereiche verändern sich (Smartphones, autonomes Fahren, Ersatz der Menschen durch Maschinen).

Eine Grundforderung Rudolf Steiners lautete: „Die Menschen mögen zu Zeitgenossen erzogen werden“ (Konferenzband 1922). D.h. Vermittlung aktueller Themen (damals Einführung des neuen Fachs Technologie: chemische Industrie, Aufbau Relaistelefon usw., heute: Smartphone, Internet etc.).

In der Lehrerausbildung verlangte Rudolf Steiner ebenfalls „Die Lehrer mögen den Schülern Zeitgenossen sein“, d. h. wir dürfen und können der Digitalisierung nicht entgegenstehen, man muss sich „groß“ damit beschäftigen. Das Thema durchzieht die ganze Schule und ist ins gesamte Curriculum eingebettet – Alle Lehrer sind betroffen und gefragt.

Eine lang angesetzte Untersuchung des Bundes für Konzepte für Schulen hat Empfehlungen für Waldorfschulen herausgeben (Struwelpeter 2.0, https://www.waldorfschule.de/fileadmin/downloads/Blickpunkte_Reader/Struwwelpeter_2.0_August_2017.pdf).

Hier ist die Rede vom Begriffspaar “direkter“ und „indirekter“ Medienpädagogik. Direkt meint z. B. das Smartphone als Unterrichtsgegenstand, indirekt hingegen meint die Dinge, die vorbereitend nötig sind, damit diese nach und nach als Schritte in die digitale Technik greifen können. Voraussetzung zur Aushändigung eines Smartphones oder Zugang zum Internet sind die Entwicklung eines Urteilsvermögens sowie seelischer Stabilität - Werte, die besonders in der Waldorfpädagogik gut ausgebildet werden. Auch das Autofahren hat bestimmte Voraussetzungen (Alter, Verkehrserziehung, Übung im Straßenverkehr durch Fahrradfahren), hierauf wird hingearbeitet und „indirekt“ vorbereitet. So sollte auch die Medienerziehung erfolgen.

Es gibt 3 Phasen für die Entwicklung:

Klasse 1-6: Medienfreie Entwicklung von Urteilsfähigkeit durch indirekte Pädagogik („selber machen“: malen, rechnen, schreiben, werken, musizieren, bewegen)

Klasse 7-9: In der Pubertät reift die Urteilsfähigkeit, alles wird beurteilt und hierauf muss der Lehrer eingehen (Zeitgenosse!) und Reibung bieten. Das Medienkonzept geht nun langsam in die „direkte“ Pädagogik über, die Intensität muss durch den Lehrer austariert werden. Der Lehrer hat eine Fürsorgefunktion und Aufklärungspflicht (z. B. über Gefahren des Internets) Auch die Einbeziehung der Eltern ist hier extrem wichtig – direkt und indirekt durchdringt sich.

Klasse 10-13: Das Urteilsvermögen hat seine Reife erlangt und das Individuum ist ausgebildet – nun greift die direkte Medienpädagogik (z.B. was ist ein Algorithmus und was macht Google damit, wir knacken eine Firewall). Auf neue Anforderungen muss eingegangen werden, auch Prüfungsordnungen und damit Bereitstellung und Vermittlung von Funktion von neuen Taschenrechnern, Computern und Internetlösungen, ggf. Tablet und Whiteboard – Das ist heutzutage die Lebensrealität des jungen Menschen (Zeitgenosse!). Dabei sollte nicht das Alte gegen das Neue ausgespielt werden - Tafelkreide, physikalische Versuche, Experimente etc. durchaus beibehalten und nicht nur auf Youtube vorführen. Nicht Ersatz, sondern Einbeziehung!

Zusammenfassende Handlungsempfehlung:

• Unsere Schule braucht ein gesamtes Konzept, keine Detaillösung für Spezialisten bzw. Einzelne.

• Die Ausgestaltung und Weiterentwicklung dieses Konzeptes ist die Aufgabe einer Gruppe, die den Prozess jahrelang begleitet und beobachtet, das Konzept immer wieder überarbeitet und auf dem neusten Stand hält. Es kann nicht alles auf einmal umgesetzt werden, zumal die Gelder zeitgebunden sind. Man fängt am besten dort an, wo am schnellsten ein Konsens zu finden ist - ggf. in der Oberstufe - und integriert langsam die Mittelstufe.

• Digitalisierung ist ein stetiger Prozess, der geführt werden und nicht sich selbst überlassen werden sollte

4 Der Arbeitskreis Medien (Herr Kolmsee, Frau Stiebing und Frau Bieber) freut sich über neue Mitglieder, ggf. ist Kompetenz in der Elternschaft vorhanden? Herr Kolmsee ist zuversichtlich und sieht den Generationswechsel in der Lehrerschaft als hilfreich an. Die staatlichen Schulen sind nicht weiter mit ihren Konzepten und haben zudem noch staatliche Vorgaben. Wir als Waldorfschule können selbst gestalten!

5 Prozessbeobachtung:

Das Publikum des Forums lobt die Ausführungen und Ideen von Herrn Kühn und wünscht sich die Wiederholung seines Vortrags für das komplette Kollegium.

Mehr...

 

Unsere Offene GanztagsSchule der Unterstufe sucht!

Die OGS Unterstufe würde sich über Papierspenden freuen.
Geeignet sind alle Papierarten und -formate, auch wenn sie auf einer Seite bedruckt sind (für Papierflieger und zum Bemalen der Rückseite). Papierspenden können zwischen 11:30 Uhr und 16:00 Uhr in der OGS abgegeben werden oder auf der Sitzbank vor der Tür abgelegt werden.

Vielen Dank!
Gudrun Spitz für die Nachmittagsbetreuungen

 

 

A N Z E I G E N

 

_____________________________________________________________________________

 Erzieher*innen gesucht

Für unsere Einrichtungen in Siegen und Wilgersdorf Birkenhof suchen wir zum

8. 2019 mehrere Erzieher*innen mit staatl. Anerkennung und Qualifikation in Waldorfpädagogik oder Erfahrung in Waldorfpädagogik, für 20 bis 35 Wochenstd. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Waldorfkindergarten am Häusling   Melanchthonstraße 59   57074 Siegen

Bewerbung an Regina Böhm, info@waldorfkindergarten-siegen.de oder 0271 2319933.

_________________________________________________________________________________